Pressestimmen

Pompinien

Ein für das Kindertheater ungewöhnlicher Stoff ist “Pompinien”. Es gibt keine konkrete Handlung, es geht um eine schwere Abschiedsstunde. “Nola” und “Tanil” steht auf den Schildern, drum-herum stapeln sich Pappschachteln, die von Nada Degrell und Nils Hüttenrauch in der folgenden Stunde in fantasievollen Spielen zu Autos, Hubschraubern, Handys, Floß oder Höhle umfunktioniert werden – und damit zu facettenreichen Stationen ihrer Traurigkeit. Dass die beiden dicke Freunde sind, sieht man gleich: Spaß und Streit haben sie schon oft miteinander erlebt. Trennung noch nie. (…) Rote Kartons werden zu pumpernden, blutenden Herzen, Pappröhren zu interkontinentalen Telefonen, quicklebendig werden Kopfabenteuer und Ängste durchgespielt. Lachen, Weinen und Trösten liegen hautnah beieinander. (…) Ein berührendes Stück mit der Musik von Jens Hüttenrauch.
Badische Zeitung vom 28.4.2017

“Die Geschichte war wunderschön, lieber Tanil und Nola. Ich bin ein Riesenfan von euch.”
“Ich fand das Stück sehr schön. Ich musste sogar fast weinen, aber nicht weil es traurig war, nur weil es soo schön war.”
“Ich fand es einfach soooo schön, das hat mein Herz richtig berührt.”
“Ihr habt euch sehr sehr nahe an unsere Herzen hingerissen, ich war am Staunen. Ihr habt es super brilliant hingekriegt.”
“Das war das beste Schauspiel aller Zeiten.”
“Und die Autorin hat eine wunderschöne Geschichte geschrieben, so ‘ne schöne Geschichte, und die Geschichte war sehr gefühlvoll.”
Zitate aus Schülerbriefen nach der Vorstellung in der Gerhart Hauptmann-Schule, Freiburg

Raus aus dem Haus

Dass Ingeborg von Zadow eine Meisterin der pointierten Dialoge ist, zeigt sich auch in der Inszenierung “Raus aus dem Haus” für Zuschauer ab zwei Jahren. Hier ist das Weggehen noch so klein wie die beiden Protagonisten selbst und ihre extrem reduzierte, dabei aber verspielt ausdrucksstarke Sprache. Ihre Abenteuer sind nicht weniger aufregend – im Gegenteil! Wie Juliane Flurer und Michael Barop als Clowns in bunten Overalls mit viel Slapstick und Schabernack ihre Erlebnisse in Szene setzen: Das ist spannend und sehr, sehr lustig. Mit einem Mix aus Objekt- und viel Körpertheater kommt so ein ganzes Gefühlskaleidoskop auf die Bühne: Da begegnen die beiden einer furcht-erregenden Kuh und einer blitzschnellen Maus, sie erklimmen Berge, verwandeln sich in Riesen, haben Kohldampf, reimen und singen, streiten und versöhnen sich. Immer wieder will einer der beiden zurück in die Sicherheit des Zuhauses – und wagt sich doch mutig wieder heraus.
Das Stück begleitet sie einen ganzen Tag lang, vom Räkeln am Morgen bis zum witzigen Einschlafritual mit Vorlesegeschichte und Kuscheltier am Abend – und bietet so Vertrautes aus dem Kinderalltag als Klammer. Kleine Episoden voller Witz und Wiedererkennungswert und damit ein tolles Erlebnis für Theaterfrischlinge.
Badische Zeitung vom 28.4.2017

Dalila und die Wunderlampe

“Stationentheater wie aus dem Bilderbuch, mit schnellen Rollenwechseln, Fantasie, Witz und Liebe zum Detail in Szene gesetzt: Mal gibt’s ein schönes Lied (Musik: Jens Hüttenrauch), dann wieder lustige Sprachspiele, Pantomime oder Figurentheater. Dabei bedient sich Bürger bekannter Märchenmotive und verwebt ihre Erzählstränge zu einem schillernden Geschichtenteppich im Orientflair, den sie zur Freude der mehrsprachigen Kinder immer wieder mit arabischen Worten durchsetzt. Das ist für Zuschauer ab vier Jahren durchaus komplex, funktioniert aber dank prallbunter, von den beeindruckend vielseitigen Schauspielern sehr lebendig umgesetzten Figuren und vielen Spaßmomenten. Die Botschaft: Statt auf ein Wunder zu hoffen, lohnt es sich selbst loszulegen. Bei Dalila hat’s funktioniert!”
Badische Zeitung vom 13.5.2016

Ox & Esel von Norbert Ebel

“Es ist ganz schön was los in dieser “stillen Nacht” im Stall. Da fällt es nicht auf, dass nur die zwei tierischen Hauptdarsteller auf der Bühne sind. Neben viel Wortwitz, den die Schauspieler präzise und mit Gespür für das richtige Timing umsetzen, zeigen sie gefühlvolle Dialoge und sogar akrobatische Einlagen. Sowohl die Texte als auch die dargestellten Emotionen funktionieren auf mehreren Ebenen, weshalb das Stück für Kinder und Erwachsene gleichermaßen sehenswert ist.”
Badische Zeitung vom 4.12.2015

Schon wieder Spinat!

“Mit minimaler Requisite, viel Slapstick, Liedern und schnellen Rollenwechseln erzählt das junge Ensemble rund 45 Minuten lang von der Suche des pfiffigen Mampfs nach was zu Mampfen. Dabei wächste dessen Kohldampf ins Unermessliche – und Mampfs Begegnungen von Station zu Station werden immer skurriler: Erst trickst ihn die dicke Connie beim Apfelklauen aus, dann hört er im Bauch eines Hungerleiders einen Monsterdrachen knurren, mit Nudelforscher Professor Knöpfle-Spätzle macht er Jagd auf die Königin der Teigwaren, am gedeckten Tisch von Monsieur Appetit sitzt er plötzlich in einem Kunstwerk und am Ende kredenzt ihm der Maulwurf voller Begeisterung frischgebuddelte Regenwürmer… Vielleicht sollte es Mampf doch mal mit Spinat probieren? (…) Das Kindergartenpublikum hat an dieser fantasievollen Reise rund ums Essen schon jetzt seinen Spaß, inklusive Spinatohrwurm-Song…”
Badische Zeitung vom 19.5.2015

In einem tiefen, dunklen Wald von Paul Maar

“Frisch, frech und absolut sehenswert!
Als mobiles Theaterensemble sind die Requisiten überschaubar und in ihrer Einfachheit charmant: Ein Stoffprospekt mit Fenstern, eine grüne Klappleiter, die mal als Schloss, Berg oder Hängebrücke fungiert, dazu noch ein paar plakative Kostüme (Yvonne Forster) und stimmungsvolle Musik (Tobias Resch) – fertig ist das Märchenland. Zum Leben erweckt wird diese Spielwiese durch vier dynamische Jungschauspieler: Wie Nada Degrell, Juliane Flurer, Nils Hüttenrauch und Michael Helten in einem schnellgeschnittenen und rhythmisierten Erzählerchor Ort und Figuren einführen, wie sie dann vor den Zuschaueraugen in ihre Rollen schlüpfen, das funktioniert wie der rote Vorhang, der sich verheißungsvoll öffnet – und erntet schon jede Menge Lacher. (…)
Eine Art Sommernachtstraum und Boulevardkomödien-Parodie, die dank eines hellwachen Ensembles, viel Slapstick, Sprachwitz und originellen Regie-Ideen nicht nur lustiges Fantasiefutter bietet, sondern auch ein Plädoyer für Mut zur Rollenvielfalt.”
Badische Zeitung vom 11.3.2014

Das Stück „In einem tiefen, dunklen Wald“, präsentiert vom Theater Budenzauber, hat mir sehr gut gefallen, da es voll lustiger Ideen und überraschender Wendungen war. Super fand ich auch die Multifunktionsleiter, die mal als Gebirge, mal als Schloss und mal als Brücke gedient hat. Meine Lieblingsfigur ist das Untier, obwohl es mir sehr leid getan hat, als es versucht hat, allen klar zu machen, dass es ein verwandelter Prinz ist, aber niemand hat ihn verstanden, denn alle waren zuerst gegen ihn. Meine Lieblingsszene in dem Stück ist die mit den Schafen, denn ich fand sie besonders lustig und die Schauspieler haben bemerkenswert gut geblökt.
Ich fand das Stück also sehr schön und empfehle es natürlich weiter.
Kommentar einer Schülerin der 5e des Wentzinger-Gymnasium Freiburg, Juni 2014

“Frei nach dem Roman von Paul Maar (…) bot das vierköpfige Ensemble unter der Regie von Steffi Bürger kurzweilige und kindgerechte Unterhaltung. (…) Wieder einmal hatten die Kleinen einen Riesenspaß, besonders bei den vielen vom Ensemble selbst erdachten Gags, die es so gar nicht in der Vorlage gab: So bot etwa eine auf unterschiedliche Art zusammenklappbare Leiter ungeahnte Möglichkeiten für akrobatische Slapstick-Einlagen und Tollereien.”
Acher- und Bühler Bote vom 24.10.2015

“Sehr geehrtes Theater-Team,
wir die Klasse 4 der Franziska-Höll-Schule besuchten am 23. Oktober Ihr Theaterstück “In einem tiefen, dunklen Wald” im Haus des Gastes. Besonders lustig fand ich die Stelle mit den Schafen. Die Kostüme waren auch richtig toll, vor allem das von dem vegetarischen Untier. Sehr überraschend fand ich, dass Sie aus einer Leiter ganz viele andere Dinge machen konten. Einen Berg, ein Schloss und viele andere Dinge. Das ganze Theater hat mir gut gefallen.”
“Den Diener fand ich sehr cool mit seinem Meterstab. Das mit dem Küssen fand ich blöd. Naja, ich bin ein Junge. Jungs mögen das nicht, aber das war ein super Theater.”
“Hoffentlich treten Sie bald wieder auf mit einem anderen tollen Stück, das eine genauso tolle Darbietung und eine noch bessere Vorstellung bietet.”
Briefe von Schülern der Franziska-Höll-Schule zum Auftritt in Bühlertal 2015

“Ein Hochgenuss für Augen, Ohren und Herz – wir wurden am 25.10.2016 alle verzaubert. Die Theatergruppe Budenzauber besuchte uns in der Schlossberghalle und brachte uns ein ganz besonderes Stück von Paul Maar mit. ‚In einem tiefen, dunklen Wald‘ lachten und schmunzelten wir, schrien vor Aufregung und Vergnügen, zitterten und bangten mit einer Prinzessin, einem Untier, einem eifrigen Diener und einem falschen Prinzen. Wir waren beeindruckt von den unterschiedlichen Welten, die durch wenige Gegenstände erschaffen und erlebbar wurden. Wir  wurden eingesogen in eine Welt aus Bergen, Abgründen, Wäldern, Schlössern und ihren einzigartigen Bewohnern und erlebten mit ihnen wunderbare Abenteuer. Ein herzliches Dankeschön an das Theater Budenzauber für den Zauber, den sie bei uns und in uns verbreitet haben!”
Internetseite der Schlossbergschule Lörrach-Haagen 2016

Zirkus Parmesani von Steffi Bürger

“Auf der Bühne ein roter Samtvorhang mit Troddeln, hinter dem zu lustigem Zirkuslied (Musik: Tobias Resch) Seifenblasen und bunte Jongliertücher aufsteigen. Viel mehr braucht es zur freudigen Manege-frei-Stimmung nicht, wählt Regisseurin Steffi Bürger doch ganz bewusst die Reduktion, um an Fantasie und Kinderspiel anzuknüpfen. Wobei das Publikum hier erstmal das Tohuwabohu hinter den Kulissen zu sehen bekommt (Kostüme: Yvonne Forster).
Davon gibt es jede Menge, sind die drei Protagonisten doch echte Originale: Da gibt es neben dem dicken Zirkusdirektor Archimbaldo Parmesani (gutmütiger Patriarch: Juliane Flurer) auch noch den oberschussligen Clown Schlupf (dynamischer Sunnyboy: Philip Butz), der nicht nur eine oberlange Leitung hat, sondern auch bis über beide Ohren in die Kunstreiterin Carlotta Pannacotta (schnippisches Glitzermädchen: Andrea Schauer) verknallt ist. Und natürlich jede Menge Tiere, die allerdings unsichtbar bleiben, weil sie alle einen Riesenschnupfen haben. Große Katastrophe! (…)
Sind Figuren und Story (…) erst einmal eingeführt, kommt lustig Fahrt auf: Um die Vorstellung zu retten, beschließen die drei nämlich, ihre kranken Tiere einfach selbst zu mimen. Also versuchen sie sich als Pinguin, Seehund oder Elefant, die hier mit einfachen Mitteln, viel Situationskomik und Spielfreude zum Leben erweckt werden. Und wenn Schlupf mal wieder wild herumfabuliert, es jede Menge Missverständnisse gibt und alle drei à la Dick und Doof übereinander purzeln, dann ist der Spaß perfekt. Ein Stück, das mit dem Zirkusvirus infiziert. ”
Badische Zeitung vom 15.5.2013

Der Pirat im Treppenhaus von Steffi Bürger

“Piraten-Geschichten sind Jungs-Sache? Von wegen! Was die Freiburger Regisseurin  Steffi Bürger und das Theater Budenzauber jetzt mit ihrem neuen Kinderstück auf die Bühne bringen, hat soviel Frauenpower, dass selbst hartgesottene Freibeuter staunen werden. So wie der gefürchtete Kapitän Meeresschreck, dem die Schreckliche Svenja mit  viel List und Tücke den Schatz der blumigen Königin abjagt. (…) Auf der Bühne braucht es dazu nicht viel: Ein bisschen Meeresrauschen und eine Holzkiste, die sich mit Besen und Leintuch flugs in ein stolzes Schiff verwandelt – und schon sticht die tollkühne Piratenkapitänin in See. (…) Mit einfachsten Mitteln, viel Situationskomik und Spielfreude entwickeln die jungen Schauspieler in wechselnden Rollen eine rasante Piratengeschichte, die nicht nur allerhand  Genre-Klischees gegen den Strich bürstet, sondern auch mehr und mehr zur Hommage an die Fantasie wird. (…) Spannendes Schauspiel für kleine Leute ab vier Jahren: ohne großen Theaterzauber, dafür mit vielen zauberhaften Spielideen – und ein paar stimmungsvolle Piratenliedern.”
Badische Zeitung vom 30.5.2012

“Ein Geheimnis des ‘Budenzaubers’ steckt wohl darin, dass mit Wenigem viel hergemacht wird. Regisseurin Steffi Bürger kann mit ihrem Drei-Personen-Theater in drei Minuten eine Bühne aufzaubern, die die tristeste Umgebung vergessen lässt. Spaß und Spannung spielen sich darauf ab – vor allem dank der aufs Publikum ausströmenden Spielfreude der Darsteller. (…) Nada Degrell (spielt) das Mädchen als Mischung aus Pippi Langstrumpf, dem normalen Mädchen von nebenan und einem Stück ihrer selbst, dass man keine Sekunde lang anders kann, als auf ihrer Seite zu stehen und mit ihr fröhlich zu sein oder mit ihr zu bangen. Äußerst geschickt wird in diesem Stück die Klabauterfrau (!) eingeführt. Juliane Flurer tritt in dieser Rolle herzerfrischend auf. (…) Flurers Klabauterin ist so eine wendige, fröhliche, aber auch ein wenig launische, die tut, was ihr Spaß macht und Arbeit gerne links liegen lässt. Aber sie kann vieles – gelegentlich sogar zaubern- und nur mit ihrer Hilfe kommt Svenja gegen ‘Kapitän Meeresschreck’ an. Den übernahm Philip Butz (…) und trumpfte darin groß auf, indem er ihn mal großmäulig und schrecklich, bald auch wieder romantisch und ängstlich agieren lies.”
Gundelfinger Nachrichten vom 31.1.2013

Hasenherz und Drachenmut von Steffi Bürger

“Jetzt präsentiert das Theater Budenzauber mit “Hasenherz und Drachenmut” sein drittes (…) Stück – und das Premierenpublikum ist trotz der spartanisch mit einem zweifarbigen Paravent ausgestatteten Bühne von Anfang an gebannt. Schließlich geht es hier um Ängste und Muthaben – ein hochspannendes Thema für jeden Dreikäsehoch. Der Wikingerjunge Nils Hasenherz (PhilipButz) jedenfalls ist nach Meinung seines Dorfes ein ausgewachsener Feigling, hat er doch die Mutprobe auf der Drachenklippe nicht bestanden und stapft jetzt traurig durch den Wald. Doch wie erstaunt ist der blonde Schlacks, als er ein possierliches Häschen (ganz kesser Mümmelmann: Svetlana Basner) trifft, das vor nichts und niemand Angst hat und die Bezeichnung “Hasenherz” als Auszeichnung empfindet: Schließlich sind Hasen zwar vorsichtig, aber schnell und schlau. Wie man genau mit diesen Eigenschaften einen furchtbaren Drachen bezwingen und ein ganzes Dorf retten kann, erzählt das rund vierzigminütige Kinderstück mit einfachsten Mitteln, aber viel Situationskomik, Sprachwitz und Dynamik.
Denn statt philosophischer Dialoge setzt man auf expressive Körpersprache und schnelle Rollenwechsel: da gibt es pantomimische Bärenjagden, witzige Wettrennen mit Großmaul Knorke und immer wieder kleine verspielte Details am Rande. Als sich Nils Hasenherz im Wald verirrt und nicht nur auf eine nordische Schicksalsschwester und den kleinen, frechen Drachen Namenlos (Friederike Höyng) trifft, sondern auch noch auf ein echtes Ungeheuer, geht kein Weg mehr an der alles entscheidenden Mutprobe vorbei. (…)
Eine gelungene Anstiftung zum Slebstvertrauen für kleine Leute, die ein bisschen Gänsehaut vertragen können.”
Badische Zeitung vom 11.5.2011

“Liebes Theater Budenzauber, heute haben wir das Theaterstück Hasenherz und Drachenmut angesehen. Ich fand das richtig toll. Am besten hat mir die Szene mit dem Hasen, der auf den Rücken vom Nils gesprungen ist, gefallen. Die Schimpfwörter, die der Nils und der kleine Drachen zum großen Drachen gesagt haben, fand ich sehr lustig.”
“Liebes Theater Budenzauber, ihr wart spitze. Ihr habt bestimmt auch Spaß gehabt. Man könnte gar nichts verbessern. Macht euch nichts draus, wenn jemand Böses und Schlechtes über euch schreibt.”
“Ich finde, ihr seid ein tolles Theater.”
Kommentare von Schülern der Klasse 2b der Johannes Schwartz-Grundschule in Freiburg-Lehen, Februar 2012

König Drosselbart nach den Gebrüdern Grimm

“Prinzessinnen sind manchmal Zimtzicken: Immer brauchen sie eine Extrawurst, an allem haben sie was zu meckern. So wie Adelgunde, der die Männer zu klein, zu dick und zu hässlich sind. Klar folgt daraus in „König Drosselbart“ nach den Gebrüdern Grimm eine Art Zähmung der Widerspenstigen, die bringt das Freiburger „Theater Budenzauber“ aber mit soviel Charme und Witz auf die Bühne, dass es für das Kindergarten-Publikum bei allem Spaß sogar noch Stoff zum Nachdenken gibt. Dabei setzt Regisseurin Steffi Bürger auch in ihrer zweiten Produktion ganz auf Reduktion und holt ihre Zuschauer bei einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen ab: dem Rollenspiel. (…) Mit witzigen Regieideen, einer griffigen Mixtur aus Alltags- und Märchensprache, viel Pantomime und Situationskomik entstehen so zauberhafte Imaginationsräume. Statt großem Theaterzauber setzt man ganz auf die Macht der Fantasie. Dank rasender Rollenwechsel wird dem Auge trotzdem einiges geboten: Der König wird zur Kuh, die Kuh zum Koch und der Koch zum tuschelnden Nachbar, dessen Kopf mal rechts, mal links über dem Bühnenvorhang auftaucht. Komplexe Begebenheiten werden in nachvollziehbare Bilder transportiert.”
Badische Zeitung vom 19.5.2010

“Am Dienstag, den 5. April besuchten drei Schauspieler die Grundschule Arnbach. Die zwei Fauen und ein Mann der Theatergruppe ‘Budenzauber’ haben das Märchen ‘König Drosselbart’ aufgeführt. Die Turnhalle verwandelte sich in einen Theatersaal. Die Gruppe Budenzauber benötigte für das Theaterstück nur wenige Hilfsmittel. Sie spannten ein Leintuch zwischen zwei Stangen. In einem großen, alten Lederkoffer hatten die Schauspieler alles mitgebracht, was sie für die Aufführung brauchten.”
“Es war sehr lustig und sehr toll. Ich hab mich fast zu Tode gelacht und ich wollte am liebsten mitmachen.”
“Für uns war es ein besonders gelungener Vormittag in der Schule.”
Kommentare von Kindern der Grundschule Arnbach nach einem Auftritt im April 2011.

Nicke findet einen Stuhl nach Sven Nordqvist

“Die Freiburger Regisseurin Steffi Bürger und ihr neu gegründetes Theater Budenzauber setzen bei der Premiere (…) ganz auf Reduktion und Clownerie: Ein roter Stuhl, ein Mensch mit Fellmütze (Andrea Schauer) – das genügt auf der Bühne vollkommen, um das Kindergartenpublikum zu fesseln. Dieser Bär ist ja auch zu dämlich: Erst will er dem Stuhl das Bein schütteln, dann benützt er ihn als Zelt, Ritterhelm, Briefkasten oder Rutsche. Statt sich einfach draufzusetzen, turnt er wild auf seiner Lehne herum, bleibt zwischen den vier Beinen stecken oder setzt ihn Huckepack. Eine Anstiftung zur Welterkundung mit allen Sinnen, bei der es kein Falsch und Richtig gibt, dafür jede Menge Spaß und Spiel. Dabei kommen immer wieder „große“ Leute vorbei (Svetlana Basner und Nils Hüttenrauch geben sie als schräges Typenkabarett), die es besser wissen, aber auch nicht weiterhelfen können. (…) Kleine knackige Szenen, ein lebensnahes Thema, Dynamik, Rhythmus, Sprachspiel und Situationskomik – gerade bei Kindergartenkindern zeigt sich die Theaterkunst in Miniatur.”
Badische Zeitung vom 28.5.2009

“Gebannt, manchmal richtig ‘kribbelig’ verfolgten die Kinder die Versuche des tapsigen Bären, den Stuhl zu benutzen – so stark war der Drang zu helfen. ‘Das ist doch ein Stuhl’, und ‘Nein, anders herum’ riefen die Kinder, und lachten laut, wenn Nicke den Stuhl wie einen Rucksack geschultert durch die Gegend trug. Fasziniert beobachteten sie die Verwandlung der anderen Schauspieler (Nada Degrell, Michael Helten), die in unterschiedliche Rollen schlüpften. (…) Die erste Begegnung der Kinder mit der ‘echten’ Theaterwelt war ein voller Erfolg.”
Weinheimer Woche vom 2.1.2016

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